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Taucher finden Weltkriegs-Wrack vor der Küste Dänemarks

„Wiesbaden“ ist schwer beschädigt   

Thyborøn – In der vergangenen Woche (27. - 30. Juni 2011) hat ein sechsköpfiges Tauchteam um Expeditionsleiter Frank Olbert das Wrack der „Wiesbaden“ in der Nordsee betaucht. Im vergangenen Jahr mussten die Taucher die Suche nach dem Kleinen Kreuzer abbrechen, als sie kurz nach dem Start im dänischen Thyborøn in schwere See gerieten.  

Seit der Skagerrakschlacht des Ersten Weltkrieges - vom 31. Mai zum 1. Juni 1916 - liegt die 145 Meter lange „Wiesbaden“ auf dem Grund der Nordsee. Nach schwerem Beschuss durch die englische Royal Navy geriet das Schiff manövrierunfähig zwischen die Linien der verfeindeten Flottenverbände und ging nach einem Torpedotreffer schließlich unter. Dabei kamen etwa 600 Seeleute ums Leben, darunter auch der niederdeutsche Dichter Johann Kinau, alias Gorch Fock. Nach ihm wurde später das Segelschulschiff der Deutschen Marine benannt. 

Die „Wiesbaden“ liegt mit dem Kiel nach oben in 52 Meter Tiefe und ist in keinem guten Zustand. Das berichten die Taucher nach ihrer Rückkehr. „Die Wiesbaden ist schwer beschädigt“, sagt der Hamburger Tauchlehrer Derk Remmers, der die Expedition mit initiiert hat. „Sie ist übersät mit den Narben der Skagerrakschlacht.“ Die Einschläge aus den Geschützen der englischen Royal Navy seien am Wrack noch deutlich erkennbar. Der Rumpf habe sich im Laufe der Jahrzehnte teilweise bereits in seine Einzelteile zerlegt. „Einer der Geschütztürme mit den 15-Zentimeter-Kanonen liegt etwa fünf Meter vom Rumpf entfernt auf dem Meeresgrund.“ Außerdem fehlten die beiden Propeller, die vermutlich schon in den 1950er-Jahren gehoben wurden.

Die Taucher waren in der vergangenen Woche vom dänischen Thyborøn aus gestartet. Am Ruder der „Ostsee Star“ steuerte der erfahrene Kieler Kapitän Hilmar Knops die Taucher ins Zielgebiet. Mit einem modernen Side-Scan-Sonar der Kieler Firma MBT ging das Expeditionsteam auf die Suche. „Zu unserem großen Erstaunen hatten wir das Wrack schon nach zweieinhalb Stunden geortet“, sagt Derk Remmers. Das Schiff lag etwa eine halbe Seemeile von dem Punkt entfernt, an dem die Marine es 1983 erstmals gefunden hatte. Die ungefähren Koordinaten waren im vergangenen Jahr in die Hände der Taucher gelangt.

Zum Gedenken an die etwa 600 Seemänner, die mit dem Schiff in der Skagerrakschlacht untergegangen waren, legten die Taucher eine Gedenkplakette - gestiftet vom Magistrat der hessischen Landeshauptstadt - an der „Wiesbaden“ ab. Aus Respekt vor den Gefallenen brachte das Team keine Gegenstände der „Wiesbaden“ mit ans Tageslicht. 

Stattdessen haben die Expeditionsteilnehmer das Wrack ausführlich inspiziert und den Zustand dokumentiert. „Dabei ist uns am dritten Tag der Expedition fast das 30000 Euro teure Side-Scan-Sonar abhanden gekommen“, sagt Derk Remmers. „Als wir gerade besonders präzise Aufnahmen mit dem Sonar machen wollten, hat sich das Schleppseil in einer der Markierungsbojen verfangen und ist gerissen.“ Das Spezialgerät sank auf den Meeresgrund. „Wir haben dann entschieden, den 40 Kilogramm schweren Fisch so schnell wie möglich zu bergen“, sagt Remmers. Das Unternehmen gelang buchstäblich in letzter Minute kurz bevor ein schweres Tief mit Böen bis zu 8 Windstärken aufzog und die Tauchercrew wieder in Richtung Heimathafen steuern musste. „Wir sind mit dem Ausgang der Expedition sehr zufrieden“, sagt Derk Remmers. „Team und Schiffscrew haben sehr gut zusammengearbeitet.“

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Im August 2009 ist ein Team von GUE-Tauchern unterwegs auf der Nordsee, um Wracks aus dem 1. Weltkrieg zu betauchen.

 

Battle of Jutland

 

Die GUE-Jutland-Expedition war ein voller Erfolg, von 8 geplanten Tauchtagen könnte an 7 Tagen getaucht werden. Wir haben Tauchgänge an der SMS Lützow, der SMS Frauenlob, der HMS Queen Mary, der HMS Invincible, der HMS Defense und der HMS Black Prince machen können. Typischerweise haben wir Grundzeiten im Bereich von 45-60min realisieren können, die Tiefen varieierten von 45-60m.

 

Der Presse-Bericht:

Ein GUE Projekt wurde im August 2009 von einem internationalen Team (Teilnehmer aus Australien, Belgien, Deutschland, Italien und den Niederlanden) durchgeführt, der Fokus lag auf Videoaufnahmen und Unterwasserfotografie.
Dieses Projekt fand statt in Nordeuropa, 100 Seemeilen vor der dänischen Küste, mit dem alleinigen Ziel, die Überreste einer der größten und verheerendsten Seeschlachten der Geschichte auf Film zu dokumentieren, bevor die Spuren der Vergangenheit für immer von der Nordsee ausgelöscht werden.

Diese Schlacht war die Skagerrak-Schlacht.
Die Skagerrak-Schlacht (engl. „Battle of Jutland“) war die größte Seeschlacht des ersten Weltkrieges und die größte Konfrontation von Großkampfschiffen überhaupt.
Am 31. Mai und am 1. Juni 1916 trafen die starke und mit Jahrhunderten von Erfahrung und Tradition ausgestattete englische „Grand Fleet“ der Royal Navy und die kleinere, unerfahrenere, aber erfolgshungrige deutsche Hochseeflotte der kaiserlichen Marine aufeinander.

Die Idee der deutschen Flottenleitung war, einen kleinen Teil der englischen Flotte in eine Falle zu locken, um diese dann zu vernichten, da die deutsche Flotte nicht stark genug war, um es mit der gesamten Grand Fleet aufzunehmen. Dies war ein Teil der Strategie, die Seeblockade durch die Royal Navy zu durchbrechen und Handelsschiffahrt in der nördlichen Nordsee betreiben zu können.
Demgegenüber sah die britische Strategie vor, die Hochseeflotte in einer großen Schlacht zu schlagen und zu vernichten, oder wie, bisher, durch die Blockade eingeschlossen zu halten.
Im Skagerrak trafen schlussendlich 149 englische Schiffe auf 99 deutsche Schiffe. Die Royal Navy hat 14 Schiffe, die Hochseeflotte 11 Schiffe verloren mit über 8500 Toten und mehr als 1000 Verletzten.

Am 2. August 2009 trafen sich in Antwerpen, Belgien 14 GUE-Tech1 und Tech2-trainierte Taucher, um an Bord der Cdt. Fourcault in das Seegebiet der Schlacht zu fahren. Die Vorbereitungen dauerten zwei Jahre, und immer noch waren viele Koordinaten der Untergangsstellen unklar oder unsicher. Die folgenden 12 Tage sollten zeigen, ob das Projekt ein Erfolg werden würde.

Die Wracks zeigten sich annähernd unberührt, und obwohl die Schlacht fast 100 Jahre her ist, so war für uns ersichtlich, welches Chaos und welche Tragödien sich während der Schlacht und der Untergänge abgespielt haben müssen. Wenige Taucher waren bisher dort, noch weniger Filmaufnahmen dieser Zeitzeugen sind vorhanden. Somit sehen wir es als eine Hommage an all die Männer, die dort gestorben sind, wenn durch weitere Dokumentation dem Vergessen entgegengewirkt wird.

Um dieses Ziel zu erreichen, haben die GUE-Taucher fünf spezialisierte Teams gebildet: Zwei Fototeams und drei Videoteams, die mit High-Definition-Videokameras und dezidierten Beleuchtungstauchern unterwegs waren.
In sieben Tauchtagen wurden 108 Tauchgänge durchgeführt, 24 Stunden Videomaterial Über- wie Unterwasser gedreht und über 1000 Fotos aufgenommen.
Die betauchten Wracks waren die SMS Lützow, die SMS Frauenlob, die HMS Queen Mary, die HMS Invincible, die HMS Defence und die HMS Black Prince.

Die Wracks wurden als Kriegsgräber betrachtet und mit dem entsprechenden Respekt betaucht, gefilmt und fotografiert.

Die Produktion einer DVD, die über die GUE-Webseite (www.gue.com) erhältlich sein wird, ist im Gange und ein Release wird für die kommenden Monate erwartet.
Teammitglieder waren: Mario Arena, Christian Batselaer, Peter Brandt, Paolo Carta, Petra Clerx, Marco Cottafava, Andrew Cronan, Chris Dupont, Stephan Matthies, Claudio Provenzani, Derk Remmers, Elena Romano, Aldo Schaap und Lodovico Venturoli.

Organisiert wurde dieses GUE-Projekt von dem Team Koelakant. Die Webseite Koelakant zeigt Videos, Projektbeschreibungen sowie Fotos aus den vergangen Jahren.

GUE Press Release 1.9. 2009, Text: Petra Clerx, Übersetzung Derk Remmers

Unter dem Link GUE-Projektbericht sind ein paar Fotos sowie ein kurzer Videofilm zu sehen.

Liebe Grüße,
Derk

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Ende Juli war ein Team von GUE-Ausgebildeten Tauchern auf der Nordsee vor Norderney, um das Wrack der MS "Mongabarra" zu betauchen. Das Wrack liegt in etwa 20m Tiefe und ist gesprngt worden, dennoch lohnen hier viele Tauchgänge, es gibt sehr viele Details zu entdecken, unter anderem Achsen, Bremstrommeln und Felgen von den VW Käfern, die das Schiff geladen hatte.